Technik
Wedeltechniken beim Sauna-Aufguss
Vom ruhigen Fächeln bis zum Propeller: die wichtigsten Wedeltechniken, wofür sie gut sind und wie du sie sicher übst.
Von SaunoraVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit
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Das Tuch ist das wichtigste Werkzeug beim Aufguss. Es entscheidet, ob die Hitze unter der Decke bleibt oder gleichmässig bei allen Gästen ankommt. Gute Wedeltechnik ist dabei weniger eine Frage der Kraft als der Kontrolle.
Warum gewedelt wird
Nach dem Aufguss sammelt sich die heisse, feuchte Luft unter der Decke. Ohne Bewegung würden vor allem die Gäste auf der obersten Bank davon etwas spüren. Das Tuch holt die Wärme nach unten, verteilt sie im Raum und lenkt sie gezielt zu den Gästen. Gleichzeitig wird der Duft spürbarer.
Das richtige Tuch
Für den Anfang reicht ein grosses Badetuch aus Baumwolle. Grössere und schwerere Tücher bewegen mehr Luft, verlangen aber auch mehr Kraft und Übung. Viele Aufgiesser feuchten das Tuch vor dem Aufguss leicht an, damit es besser in der Hand liegt und schwerer schwingt.
Die wichtigsten Techniken
Fächeln
Das Tuch wird mit beiden Händen an zwei Ecken gehalten und in ruhigen Bewegungen auf und ab geführt. Fächeln ist die Grundtechnik für die erste Runde und für den Ausklang – sanft, gleichmässig und gut kontrollierbar.
Propeller
Das Tuch wird an einer Ecke gehalten und über dem Kopf im Kreis geschwungen. Der Propeller durchmischt die Luft im ganzen Raum und holt die Hitze von der Decke nach unten. Er braucht Platz und eine sichere Distanz zum Ofen und zu Lampen.
Fahnenschwung
Das gespannte Tuch wird mit Schwung von oben nach unten geführt, sodass eine Welle warmer Luft in eine bestimmte Richtung geschickt wird – etwa zu einer Bankreihe. Gut für die intensiven Runden.
Persönliches Abwedeln
Zum Schluss einer Runde geht der Aufgiesser zu einzelnen Gästen und wedelt ihnen gezielt Wärme zu. Viele Gäste schätzen das, manche nicht. Frag kurz nach oder achte auf ein Kopfschütteln.
Technik passend zur Runde
- Ankommen und erste Runde: ruhiges Fächeln, die Gäste gewöhnen sich an die Wärme.
- Mittlere Runden: Propeller und Fahnenschwung, um die Hitze im ganzen Raum zu verteilen.
- Finale: kräftige Bewegungen und persönliches Abwedeln.
- Ausklang: wieder ruhiges Fächeln oder bewusst gar nicht mehr wedeln.
Musik mit klaren Tempowechseln hilft, die Bewegungen zu strukturieren. Siehe Musik beim Sauna-Aufguss.
Sicher üben
- Neue Techniken zuerst ausserhalb der Sauna üben – im Freien oder in einem grossen Raum.
- Immer genug Abstand zu Ofen, Lampen, Fühlern und Gästen halten.
- Mit kleinen Bewegungen beginnen und erst steigern, wenn die Kontrolle sitzt.
- Auf die eigene Belastung achten: Wedeln in der Hitze ist körperlich anstrengend.
Häufige Fragen
Welche Wedeltechnik eignet sich für Anfänger?
Das Fächeln mit beiden Händen. Es ist leicht zu kontrollieren, verteilt die Wärme gleichmässig und bildet die Grundlage für alle weiteren Techniken.
Wie gross sollte ein Aufgusstuch sein?
Ein grosses Badetuch genügt für den Anfang. Grössere Tücher bewegen mehr Luft, sind aber schwerer zu führen.